Grundsätzliches

Wann ist ein MBA-Studium sinnvoll?

Der MBA ist eine Führungsausbildung, keine eigentliche Fachausbildung. Im Erststudium vertieft man meist ein bis zwei Fachgebiete sehr gründlich. Im MBA durchlaufen die Studierenden sechzehn Fächer mit nahezu gleicher Gewichtung, da alle für den generalistischen Manager wichtig sind im Gesamtsystem "Unternehmung". Dazu ergänzend liegt der Fokus des MBA-Studiums in der disziplinübergreifenden Perspektive und der praktischen Anwendbarkeit der erworbenen Kompetenzen.

Kurzum: Es ist eine breit angelegte Managementausbildung, die mit einem fachlichen Erststudium gekoppelt die Einsatzmöglichkeiten deutlich erhöht und aus einer reinen Spezialistenkarriere den Weg in das Management ebnet. Wer sich also breiter aufstellen will, studiert einen MBA, wer die Spezialistenkarriere vorzieht, studiert ein vertiefendes Fachstudium.

Eine Führungspersönlichkeit muss neben den angesprochenen Management-Kenntnissen auch bestimmte Soft Skills mitbringen. Ein solides MBA-Studium vermittelt daher eine integrative Managementsicht, zu der zivile Führungs– und Sozialkompetenzen in projekt– und praxisorientierten Modulen gehören. Wir machen das vor allem in der Präsenzphase, dort heißt es: Doing, doing, doing! Gruppenarbeit vertieft die Soft Skills

Der Titel MBA genießt zudem enorme internationale Bekanntheit und ist bei vielen Arbeitgebern eine der Grundvoraussetzungen für die Besetzung von leitenden Positionen.

Nach unserer Erfahrung ist der eigentliche Vorteil des MBA-Studiums nicht der Gehaltssprung (wiewohl er natürlich nicht zu verachten ist), sondern vor allem die Möglichkeit, sich seine Jobs besser aussuchen zu können.

Für wen ist ein MBA-Studium sinnvoll?

Ein wesentlicher Charme des MBA liegt darin, dass er in der Kombination mit dem Erststudium völlig neue Berufsperspektiven eröffnen kann.

Daher ist ein MBA nützlich für Absolventen aller Fachrichtungen, die weniger eine Fach- als mehr eine Führungskarriere anstreben. So z.B. für Ingenieure, die in eine Tätigkeit im Management technisch orientierter Unternehmen anstreben, für Sozial-, Sport- und Geisteswissenschaftler, die durch die Kombination ihres Erststudiums mit dem MBA in der Wirtschaft z.B. bei Sportartikelherstellern, Verlagen oder Konsumgüterunternehmen Managementverantwortung übernehmen wollen, für Wirtschaftswissenschaftler, die ihre Führungskompetenzen und ihr Knowhow im internationalen Management erweitern oder im Consulting tätig werden wollen - dort gehört der MBA oder eine Promotion praktisch zum "guten Ton".

Warum ein MBA speziell für Offiziere?

Studierende Offiziere unterscheiden sich von zivilen Studenten in einigen Punkten, die sich aus den Vorerfahrungen und der Vorauswahl der Offiziere ergeben.

Die Management-Eigenschaften.

Jeder Offiziersbewerber unterzieht sich beim ACFüKrBw einem Assessment, bei dem wichtige Eigenschaften herausgefiltert werden: Intelligenz, Stressbelastbarkeit, Teamgeist, Führungspotenzial, Leistungsmotivation, Persönlichkeitsstabilität und vieles andere mehr. Diese Eigenschaften – kurz: Managementeigenschaften – bringen Offiziere also bereits mit, denn sie werden dann auch noch in der Bundeswehr trainiert. Das haben Offiziere oft ihren zivilen Mitbewerbern voraus.

Die Normen und Werte

Insbesondere die klassischen Offizierstugenden wie Belastbarkeit, Einsatzbereitschaft, Loyalität, Schnelligkeit in der Entscheidung, aber auch solche nur scheinbar selbstverständlichen Eigenschaften wie Höflichkeit und Umgangsformen sind es, die Offiziere zu besonderen Führungskräften machen. Denn gerade solche Soft Skills spielen eine zunehmende Rolle in der zivilen Wirtschaft. Zivile Kandidaten bringen diese Eigenschaften nicht automatisch mit.

Die Ausbildung

Offiziere haben bereits eine Ausbildung in Führung, Logistik, Strategie und Taktik, Projektmanagement, Organisation, Verwaltung und anderen Fachgebieten Hier handelt es sich um wichtige Kenntnisse, über die auch ein ziviler Manager verfügen muss.

Die Innere Führung

Offiziere sind es gewohnt, in Auftragstaktik zu denken und zu handeln, die ihnen ein hohes Maß an Selbständigkeit abverlangt. Das muss trainiert werden und ist in der Regel ein genuiner Vorteil von Offizieren.  

Das  und noch manches mehr qualifiziert Offiziere hervorragend für das Management. Sie haben in entscheidenden Bereichen andere Voraussetzungen als ihre zivilen Mitbewerber.

Wir sagen:  Daher müssen sie ein gesondertes Programm bekommen, das auf ihre Situation passgenau zugeschnitten ist.

Wir halten nichts davon, vorgefertigte Standardprogramme auf Offiziere überzustülpen.

Welche Kompetenzen fördert das Programm bei Offizieren besonders?

Wir haben in einer umfassenden Befragung von Alumni der Bundeswehruniversitäten, die teilweise schon sehr lange in der zivilen Führung stehen, und von Unternehmen deren Anforderungen an Manager herausgefiltert und nach diesen Kriterien den MBA International Management für Offiziere gestaltet. Bei der Befragung kam heraus, dass die Alumni sich ein "Auffrischen" bzw. eine Erweiterung ihrer Studienkenntnisse vor dem Eintritt ins zivile Berufsleben gewünscht hätten, da zu diesem Zeitpunkt das Studium doch schon einige Jahre zurück lag und sie nicht unbedingt studienbezogen eingesetzt waren. Also sorgen wir mit aktuellen Fachinhalten zum einen für das “Auffrischen“. Unser eigentlicher Schwerpunkt liegt aber woanders: Das Programm ermöglicht eine breit angelegte Management-Ausbildung. So machen wir in diesem Programm die Offiziere aller Fachrichtungen fit für die Übernahme von Verantwortung in der zivilen Wirtschaft. Dazu knüpfen wir am Wissen, den Erfahrungen und der Ausbildung der Offiziere an. Dort, wo wir aufgrund der Befragungen, aber auch aufgrund eigener Erfahrungen Lücken oder Anpassungsbedarf sehen, füllen wir das mit Inhalten.

Die Befragung der Unternehmen zeigt vor allem, dass sie bei den formalen Voraussetzungen von Managern neben der Aktualität des Wissens auf Internationalität und Persönlichkeit sowie Teamfähigkeit achten. Mit der Vorauswahl der Bewerber achten wir auf deren Persönlichkeit. Das Studium ist dann auch in Gruppen organisiert, in denen sich die Ingenieure mit den Pädagogen, den Wirtschaftswissenschaftlern, den Sportwissenschaftlern, den Historikern mischen und gemeinsame Hausarbeiten erstellen, Cases bearbeiten und gemeinsam lernen. So fördern wir die Teamfähigkeit. Neben den entsprechenden internationalen Studieninhalten und Englisch als Unterrichtssprache in der Präsenzphase sowie mit dem Studium an einer der über 20 Partneruniversitäten im Ausland oder im Auslandspraktikum bei einem Unternehmen erhalten unsere Studenten die notwendige Internationalität.

Hinzu kommen Schwerpunkte im Studium, die in der Offizierswelt nicht oder nur wenig vorkommen: Diese Schwerpunkte – Markt- und Kostenorientierung, zivile Führung und die internationale Ausrichtung – sind sehr bewusst gewählt, da sie in der Berufswelt der Offiziere trotz Kosten-Leistungsverantwortung (KLV) praktisch nicht vorkommen. Andere Bereiche wie z.B. Logistik, Projektmanagement und andere unter 1. genannte Punkte, in denen die Offiziere ihren zivilen Mitbewerbern gegenüber einen Vorsprung haben, handeln wir entsprechend weniger umfassend ab. Die Erfahrungen aus der militärischen Führung strukturieren wir um für die Belange der Wirtschaft und kapitalisieren so wichtige Vorkenntnisse.

Was ist das Besondere an unserem Kooperationsprogramm?

Die ESB Business School verfolgt dieses Konzept international bereits seit mehr als 30 Jahren: Zwei Hochschulen geben jeweils ihre besten 50% in ein gemeinsames Programm. Der Vorteil: Die Absolventen erhalten das Beste beider Welten – die von Unternehmen geforderte Wissenschaftlichkeit einer Universität und die Praxisnähe einer Business School.

Der anlässlich der Akkreditierung des Studienganges durch ACQUIN herausgegebene Bericht der neutralen Gutachterkommission sagt hierzu folgendes:

„Durch die Kooperation der beiden Hochschulen, profitieren die Studierenden zum einen von den ausgesprochen guten Lehr- und Forschungsbedingungen der Universität der Bundeswehr München und zum anderen von den exzellenten Praxis- und Wirtschaftskontakten der ESB Reutlingen. "

Was macht den MBA International Management so besonders? Was daran ist maßgeschneidert für Offiziere und warum?

Bei der Konzeption des Studienganges waren uns die folgenden Punkte besonders wichtig:

 

Die Ausrichtung am Bedarf der Unternehmen (Employability)

Bevor wir den Studiengang umgesetzt haben, sind ihm umfassende Marktanalysen vorausgegangen. Wir haben Befragungen bei Zeitoffizieren, Alumni der Bundeswehruniversitäten sowie Unternehmen durchgeführt und nach diesen Ergebnissen die Inhalte und den zeitlichen Ablauf konzipiert. Nur so konnten wir sicher gehen, auch wirklich ein nachfrageorientiertes Produkt zu entwickeln, das den Zeitoffizieren eine Chance zum erfolgreichen Karriereeintritt in die zivile Wirtschaft verschafft. In der Praxisphase haben wir viel praktische Anwendung in Form von Fallstudien und Übungen, ein Auslandsstudium oder ein Unternehmenspraktikum auf dem Programm, genau nach den Vorstellungen der Arbeitgeber und Alumni, die uns klar gesagt haben, was sie sich selber gewünscht hätten am Ende ihrer Dienstzeit und was den Einstieg ins zivile Berufsleben erleichtert hätte.

 

Die Kapitalisierung der Erfahrungen als Offizier

Dazu verweisen wir auf die Frage „Warum ein MBA speziell für Offiziere". Hier nur so viel: Offiziere bringen hervorragende Voraussetzungen für eine Management-Karriere mit. Insofern setzen wir dort auch auf und kapitalisieren die Erfahrungen der Offiziere als militärische Führungskräfte im zivilen Management.

 

Die zeitliche Flexibilität

Wir richten uns in zeitlicher Hinsicht nach den Belangen des Dienstes in der Bundeswehr, denn wir sind mit der oft problematischen Situation der Zeitoffiziere recht gut vertraut. Wenn ein Teilnehmer eine Klausur oder ein Modul verpasst, weil er überraschend in den Auslandseinsatz muss, vereinbaren wir einen neuen, zeitnahen Termin für eine Klausur. Die Fernstudienmaterialien können ins Ausland mitgenommen werden oder man holt sie sich über unsere Online-Lernplattform. Dozenten stehen in Online-Chats und per Email für die Beantwortung von Fragen und Coaching zur Verfügung. Die Berufsbegleitende Phase lässt sich je nach eigenen Erfordernissen zwischen 12 und 24 Monaten dehnen,

 

Die örtliche Flexibilität

Wir sind bundesweit an vier Studienorten (Hamburg, München und Reutlingen) vertreten. Es finden also sowohl im Norden als auch im Westen und Süden von Deutschland Kurse statt. Nicht zuletzt die sehr gute Aufnahme unseres Programms am Markt ermöglicht diese Mehrzügigkeit.

 

Die inhaltliche Flexibilität

Wir bieten vier Studienvertiefungen an (International Consulting & Leadership, International Finance & Control, International Marketing & Sales sowie Operations and Supply Chain Management) – und zwar parallel! Diese inhaltliche Schwerpunktsetzung in einer Kleingruppe wird von Studenten und Dozenten als Highlight gegen Ende des Studiums geschätzt und ermöglicht eine pointierte, erfolgsträchtige Bewerbung, sofern die Teilnehmer nicht ohnehin bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche haben.

Das Unternehmensnetzwerk

Seit 2006 gehen wir mit Angeboten direkt auf Unternehmen zu und überzeugen sie von den Fähigkeiten unserer Offiziere mit MBA. Das zahlt sich aus: Wir gelten inzwischen bundesweit als Spezialisten für die Ausbildung von Offizieren für die zivile Wirtschaft.  Etliche Unternehmen kommen mittlerweile direkt auf uns zu, wenn sie die Management-Qualitäten von Offizieren erkannt haben und bieten entsprechende Jobs an. Auch unsere mehrere Hundert Alumni helfen da kräftig mit: Gerne werden  neue Jobs zunächst unseren Kandidaten angeboten, noch bevor sie offiziell ausgeschrieben werden. Das kann nur ein MBA Programm leisten, das sich voll und ganz auf Offiziere konzentriert.

Last but not least: Die eigenständige Akkreditierung.

Die Akkreditierung eines Studienganges durch den Deutschen Akkreditierungsrat lässt erkennen, wie es um die Qualität und die Konzeption eines Studienganges wirklich bestellt ist. Eine neutrale Gutachterkommission prüft die Wissenschaftlichkeit, das Konzept und die Zielgruppenorientierung des jeweiligen Programms, die in einem anschließenden Bericht auf der Homepage des Akkreditierers veröffentlicht wird.

Wir haben die Konzeption und die Qualität des für Offiziere maßgeschneiderten Programmes durch eine eigenständige Akkreditierung der renommierten Akkreditierungsagentur ACQUIN prüfen lassen, Auf deren positive Einschätzung unseres Programms sind wir sehr stolz (einzusehen hier)

So heißt es im Gutachterbericht:

„Bei dem Studiengang International Management (für Offiziere) (MBA) handelt es sich um ein auf die spezifischen Bedürfnisse von Zeitsoldaten abgestimmtes Programm. Das Ziel des Studiengangs International Management (für Offiziere) (MBA) liegt darin, die Reibungsverluste beim Eintritt in den zivilen Arbeitsmarkt deutlich zu verringern und die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen zu verbessern."

Weitere eigenständige Akkreditierungen von MBA-Programmen speziell für Offiziere sind uns nicht bekannt.

 

 

Steht auf dem Zeugnis „MBA für Offiziere“ oder wie lautet der akademische Abschluss?

Kurz und bündig: MBA. Es wird zusätzlich auf dem Zeugnis die Studiengangsbezeichnung „International Management" erwähnt, sie gehört jedoch nicht zum Titel, denn einen „MBA in…" gibt es nicht. Weitere Zusätze wie „für Offiziere" oder ähnliches gibt es ebenfalls nicht.

Wie kam es zu der Idee der Kooperation mit der Bundeswehr Universität München?

Unsere Philosophie lautet „Employability", das bedeutet für uns, alles zu tun, was die Attraktivität der Absolventen am Arbeitsmarkt fördert. Auch hier war wieder der Markt entscheidend, an dem sich alles beweisen muss:

Unternehmen erwarten von ihren Managern – so die Ergebnisse unserer Marktanalyse – neben einer gestandenen Persönlichkeit einen sehr guten akademischen Hintergrund sowie praktische Erfahrung. Da lag es nahe, dass sich zwei Partner zusammentun, die genau das aufweisen. Die Universität der Bundeswehr München hat jahrzehntelange Erfahrung in der wissenschaftlichen Ausbildung von Offizieren und ist in Wissenschaft und Praxis verankert, die ESB Business School liefert mit ihren praktischen Ausbildungsinhalten und den ausgezeichneten Unternehmenskontakten das von den Unternehmen geforderte Pendant hierzu.

Wissenschaft und Praxis werden so kombiniert und die Absolventen erhalten das, was die Unternehmen fordern und was einen wesentlichen Teil ihres Mehrwertes am Arbeitsmarkt ausmacht:

Das Beste beider Welten.